Keine Party, wo bei der Verabschiedung nicht schon neue Treffen geplant werden. Nur diesmal sollte es schon etwas kurzfristiger werden. Mein Verwandter bestellte mich in seine Praxis ein um seine Diagnose zu erhärten und hoffentlich doch eher zu verwerfen. Spätestens jetzt wurde ich wach. Als ich spärlich bekleidet auf dem kalten Schlitten lag und vorsichtig in die sehr kleine Öffnung des Kernspintomografen geschoben wurde, war doch alles wohl etwas ernster als ich zuvor geglaubt habe. Da lag ich nun meinen eigenen Atem spürend. Unter dem lauten Knallen und Rattern schien sich die Tunneldecke immer enger um mich zu ziehen. Nach endlosen Minuten wurde ich befreit und für einen weiteren Tag einbestellt – auch diesmal wieder die gleich Prozedur. Im anschließenden Gespräch mit meinem Verwandten und dessen Ärztekollegen blieben keine Zweifel offen. Typische Zeichen an mehreren Stellen der Wirbelsäule und im Gehirn. Nach diesen Worten hatte ich das Gefühl “weggebeamt” zu werden. Ich befand mich in einem dunklen und absolut geräuscharmen Raum, und muss wohl für Minuten nichts mehr wahrgenommen haben. Ich kann mich nur noch an Wortfetzen erinnern. Auf dem Heimweg tröstete ich mich mit den Worten das es wohl ein wohl möglich gutartiger Verlauf sein wird. Daran musste was Wahres dran sein, den noch laufe ich ja.