Hitzeflucht

Hitzeflucht statt Sommer-Urlaub
Berlin – Der Klimawandel wird sich nach Expertenansicht stärker auf das Reiseverhalten auswirken, als den meisten Deutschen bislang bewusst ist. Bei steigenden Temperaturen dürften die Mittelmeerländer in den kommenden Jahrzehnten an Attraktivität verlieren …
Ect ect …

Wie ??? denkst du nun – was hat denn mit dem Bericht von der Reha zu tun ???
Wirklich nicht ?
Weit gefehlt … Heute stand „Gedächtnisgruppe“ auf dem Plan …
Gedächtnis ??? mmmh was war das noch mal ???
Ach ja – ich als „schwerst-gefährdeter“ war da zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Wenn ich mich noch richtig an das Ereignis von heute Morgen erinnere – haben wir einen aktuellen Pressetitel – in trauter Runde erörtert, zerlegt und gelernt wie man einen Textbeitrag für die „Ewigkeit“ auf der Festplatte im Hirn speichert.

Na – hat Spaß gemacht. Dennoch … bei mir hat die Übung nicht sonderlich gefruchtet – bin ich doch chronisch vergesslich …
Das merke ich besonders wenn mich die Neuropsychologin zu beginn der Gruppe fragt … Na??? Chris … wie ist mein Name noch mal ??? – und ich fragend da stehe, und selbst meine Eselsbrücken keinen Erfolg bringt …

Und wenn ich dich nun neugierig auf den Presseartikel gemacht habe … hier in ganzer Länge …. Habe ich übrigens nicht aus dem Gedächtnis geschrieben, sondern aus dem Internet kopiert …

Berlin – Der Klimawandel wird sich nach Expertenansicht stärker auf das Reiseverhalten auswirken, als den meisten Deutschen bislang bewusst ist. Bei steigenden Temperaturen dürften die Mittelmeerländer in den kommenden Jahrzehnten an Attraktivität verlieren.

Kühlere Regionen wie Skandinavien werden dagegen vermutlich mehr Touristen anziehen. Die Deutschen könnten zudem dazu übergehen, ihre Haupturlaubsreisen nicht mehr im Sommer anzutreten, sagten Fachleute beim Symposium «TUI Campus» in Berlin.

Dem «Sommer-Sonne-Meer-Urlaub» im Süden könnte langfristig das Aus drohen, heißt es in einer Projektion des Trendforschers Klaus Burmeister vom Prognoseinstitut «Z_punkt» in Essen. Hitzewellen in den klassischen Strand-Destinationen könnten auch dazu führen, dass dort verstärkt Aktivitäten in geschlossenen Räumen angeboten werden. Neben Ländern an Nord- und Ostsee, am Ärmelkanal und am Nordatlantik dürften auch Hochgebirgslagen von den Alpen bis zum Himalaya vermehrt als Ziele für die «Hitzeflucht» dienen. Gerade Nordeuropäer dürften zudem ihren Urlaub verstärkt zu Hause verbringen, weil das Wetter und die Zahl der Sonnentage ihr «Sommerbedürfnis» auch dort decken. Der Ski-Tourismus wiederum werde sich auf höhere Lagen konzentrieren.

Dass zumindest Teile der deutschen Bevölkerung diese Einschätzung teilen, zeigt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage von «Travelchannel.de» und der Messe Berlin, die vom 7. bis 11. März die Internationale Tourismus-Börse (ITB) ausrichtet. Danach wollen 64,3 Prozent der befragten Internetnutzer nicht mehr ans Mittelmeer reisen, wenn es dort zu heiß wird. Die Befragung sei repräsentativ für die deutschen Online-Nutzer, sagte «Travelchannel»- Redaktionsleiter Till Bartels.

Dass nördlichere Reiseländer und ein verstärkter «Home Tourism» den Mittelmeerraum als wichtigste Urlaubsgebiete komplett ablösen, müsse aber nicht automatisch so kommen, sagte Prof. Martin Lohmann vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Kiel. Vorstellbar sei auch, dass nur der Hochsommer keine Hauptreisezeit in Richtung Süden mehr ist. «Dann fahren die Leute eben stärker im Mai oder Juni dorthin.» Dies könne unter Umständen und «sehr langfristig» auch dazu führen, dass der Schwerpunkt der Schulferien in Deutschland nicht mehr in den Hochsommer fällt. Laut der Umfrage von «Travelchannel.de» und Messe Berlin wären 85,2 Prozent der Befragten bereit, ihre Reisen in Frühjahr oder Herbst zu verschieben, wenn dann erträglichere Temperaturen herrschen.

Der Klimawandel werde sicherlich eines der wichtigsten Themen auf der ITB sein, sagte Lohmann – «aber nur mit den üblichen Platitüden, dass man jetzt etwas ändern muss.» Lohmann warnte davor, angesichts des Klimawandels andere Faktoren zu vernachlässigen, die sich ebenfalls auf Angebot und Nachfrage im Tourismus auswirken, darunter nicht zuletzt die Änderung der Bevölkerungsstruktur in Deutschland.

Ob die Deutschen wegen des Klimawandels und der kleiner werdenden Ölreserven generell mit stark steigenden Preisen für Flugreisen rechnen müssen, lasse sich nicht vorhersagen, meinte Lohmann. Für Trendforscher Burmeister ist dagegen «glasklar», dass wegen höherer Kerosinkosten Urlaubsreisen per Flieger teurer werden. Es sei deshalb geboten, Reiseziele in Europa durch einen Ausbau der transnationalen Bahnnetze auf anderem Wege schnell und bequem erreichbar zu halten.

Die Frage, wie die Zukunft des Tourismus in Spanien, in der Türkei und in anderen Mittelmeerländern aussieht, sei für einen Reisekonzern fundamental, sagte Wolf Michael Iwand, Direktor des Umweltmanagements bei der TUI in Hannover. Flugmobilität sei auch bei steigenden Kerosinpreisen für das Unternehmen «unverzichtbar». Die TUI müsse weiterhin viele Urlauber mit dem Flugzeug zu ihren Zielen bringen, «egal zu welchen Margen». Iwand beklagte zugleich, dass die Reisebranche dem Thema Klimawandel lange Zeit nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt habe: «Wir wollten es einfach nicht wahrhaben. Und es wird noch dramatischer kommen, als wir denken.» (dpa/gms)

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