1999 habe ich die Wochen und Monate nicht ungenutzt verstreichen lassen. Und so hat mich die Tatsache das man einen Chronisch-Kranken nicht viel Chancen einräumt jemals wieder in Anstellung zu kommen, nicht sonderlich umgehauen. Um ehrlich zu sein, es hat mich nicht die “Bohne” gestört. Meine Planungen gingen schon längst in andere Richtungen. Beruflich auf eigenen Füßen stehen. Diese Alternative war gut und für mich, und die einzigste Möglichkeit unter würdigen Voraussetzungen mein weiteres Arbeitsleben weiter zu beschreiten. Na ja – und die Aussichten waren ja eher gut. Moralische Unterstützung bekam ich von der gesamten Ärzteschaft. Nur kurz vor der eigentlichen Geschäftsgründung plagte mich eine “altes” Leiden. Mein Bandscheibenvorfall im Lendenbereich machte sich so sehr bemerkbar das ich in Krankenhaus musste. 5 Tage und Nächte an den Schmerztropf. Nebenher wurde mir von einem speziell für mich einbestellten Neurologen nun doch eine bestehende MS diagnostiziert. Nach Auskunft der Krankenhausärzte eine Kapazität in seinem Fach. Mit einmal stellte ich alle Beruflichen Planungen in Frage. Sollte ich das Risiko wirklich eingehen? Die Entscheidung fiel einige Wochen später. Ich wagte den Schritt. Was sollte denn da schon schief gehen – meine Krankheit konnte doch nicht so schlimm sein, denn ich laufe doch noch.