MS hat mich wieder

Irgendwie wurde es nicht besser. Und so beschloss ich meine neue Neurologin aufzusuchen. Meine Schilderungen veranlassten sie, mich kurzerhand in Krankenhaus einzuweisen. Das ging so schnell, das mir die Zeit zum Überlegen nicht gegeben wurde. Natürlich wieder das ganze Programm… ich liebe diese Neurologischen Untersuchungen. MRT, EKG und und und … Ein Spritzchen Nervenwasser aus der Wirbelsäule habe ich dann auch noch gespendet. Ein Paar Tage später dann die Befunde. Bei der großen Ärztevisite wurde mir mitgeteilt das sich alle Werte doch drastisch verschlechtert hätten. Aber die Endauswertung müsste ich noch abwarten.

PAUSE !!!

Die Endauswertung übernahm dann wieder meine Neurologin. Erstmals seit jetzt 6 Jahren brachte ein Arzt den Schneit auf, mir verbindlich die gesicherte Diagnose zu übermitteln. All ihre Bemühungen, mir diese Tatsache so schonend wie möglich beizubringen, verhallten im Raum. Ich brauchte Minuten um wieder auf dieser Erde zu landen. Ein Zustand den ich so wie da, noch nie erlebt habe.

Heute tue ich das, was sie mir an diesem Tag erzählt hatte. Ich spritze täglich Copaxone und mache einen Feind zum Freund. Denn ich kann nicht gegen MS leben, sonder nur mit MS leben. Ich habe Menschen mit dem gleichen Schicksal kennen gelernt. Wenn ich deren Leidensgeschichte so höre brauch ich nicht traurig zu sein – denn meine Beine ….

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